Wat Sri Chum - für mich der friedlichste Ort auf der Erde.

Sukhothai – Wo das Glück erwacht

Ich mag gar nicht so viel schreiben heute, sondern Euch lieber ein paar Fotos zeigen. Fotos von einem der magischsten, beeindruckendsten, friedlichsten und auf seine Art schönsten Orte, die ich unterwegs besuchen durfte: die Ruinenstadt Sukhothai.

Nachts fällt das Thermometer in Sukhothai nur selten unter 20 Grad, tagsüber erreicht es regelmäßig die 30-Grad-Marke. Die Straßen staubig, der Verkehr chaotisch, die Menschen freundlich. Das neue Sukhothai, rund 440 Kilometer nördlich von Bangkok gelegen, ist nur selten ein Grund, warum Reisende herkommen. Das wissen die Einheimischen auch, und sind vielleicht deshalb etwas zurückhaltender als in anderen Teilen des Landes. Aber gerade weil Sukhothai nicht so sehr von Touristen überlaufen ist, ist es authentisch geblieben. Ziel der Touristen ist die Ruinenstadt Sukhothai, etwa 12 Kilometer westlich von der Neustadt gelegen.

Sukhothai ist Weltkulturerbe

Hier lässt sich ein wenig erkennen, wie groß die Ruinen sind - und dass am Morgen kaum Touristen unterwegs sind.
Hier lässt sich ein wenig erkennen, wie groß die Ruinen sind – und dass am Morgen kaum Touristen unterwegs sind.

Sukhothai bedeutet „Dawn of Happiness“, also „Erwachen des Glücks“ oder auch „großes Wohlbehagen bewirkend“ – je nachdem, welcher Übersetzung man folgt. Im 13. und 14. Jahrhundert war es die Hauptstadt des gleichnamigen Königreichs. Traditioneller Thai-Historiker glauben, dass die Gründung Sukhothais der Beginn der Thai-Nation war. Neuere Forschungen sollen jedoch belegen, dass die Geschichte Thailands weit früher begann. Klar ist: Über 190 Ruinen auf etwa 70 Quadratkilometern sind übrig vom einst unabhängigen Königreich. Die Unesco hat die historische Stätte zum Weltkulturerbe erklärt.

Wat Sri Savaya - hier wurde einiges an Rekonstruktionsarbeit geleistet.
Wat Sri Savaya – hier wurde einiges an Rekonstruktionsarbeit geleistet.

Ich bin staunend durch Sukhothai geradelt und gelaufen. Überwältigt von der Größe des Areals, den Bauwerken und wieviel davon erhalten ist – oder eben auch nicht. Mancherorts regen Farbreste dazu an, nicht mehr vorhandene Gemälde an den Wänden weiterzudenken. An vielen Stellen weisen halbe Körper oder zu Mudras geformte Hände mit langen Fingern auf die Reste von Buddha-Statuen hin. Ich frage mich wie viele es einst auf dem gesamten Gelände gegeben hat. Es müssen Tausende gewesen sein, vermute ich.

Fast acht Stunden mit dem Rad unterwegs

Fast acht Stunden lang mit ich mit dem Rad und viel Sonnenschutz durch die Altstadt gefahren.
Fast acht Stunden lang mit ich mit dem Rad und viel Sonnenschutz durch die Altstadt gefahren.

Fast acht Stunden bin ich mit dem Rad über das Gelände gefahren, hinter jeder Ecke aufs Neue erstaunt über die Schönheit, die im Verfall liegen kann. Mein persönlicher Höhepunkt war der Besuch bei Wat Sri Chum (Titelfoto). Schon von Weitem ist der Bauch des 15 Meter hohen und 11 Meter breiten Buddhas zu sehen. Und sobald man nah genug ran ist, verfolgt sein wacher Blick den Besucher solange, bis er aus seinem Gesichtsfeld verschwunden ist. Die Statue ist eingemauert, und nur durch einen schmalen Eingang kommen Besucher in den kleinen Raum, den der Buddha nahezu zur Gänze ausfüllt. Dies, so glaube ich, muss einer der friedlichsten Orte der Erde sein.

Empfehlungen zum Sukhothai-Besuch am Ende dieser Seite.

Zwei Mönche machen Fotos vor der 15 Meter hohen Buddha-Statue in Wat Sri Chum.
Zwei Mönche machen Fotos vor der 15 Meter hohen Buddha-Statue in Wat Sri Chum.
Eine friedliche Stimmung auch an diesem Ort in der historischen Altstadt.
Eine friedliche Stimmung auch an diesem Ort in der historischen Altstadt.
Buddha-Statue an einem Tempel im Eingangsbereich zur historischen Anlage.
Buddha-Statue an einem Tempel im Eingangsbereich zur historischen Anlage.
Morgenröte über einem der vielen Tempel.
Morgenröte über einem der vielen Tempel.
Einer von vielen erhaltenen Buddha-Statuen auf dem Areal.
Einer von vielen erhaltenen Buddha-Statuen auf dem Areal.

Besuch in Sukhothai:
Wer Sukhothai besuchen mag, dem empfehle ich eine Unterkunft direkt in der Altstadt. Der Bus von der 13 Kilometer entfernten Neustadt fährt nämlich erst ab 6 Uhr und braucht 20 bis 25 Minuten. Für den Sonnenaufgang ist man dann zu spät – wie ich aus eigener Erfahrung berichten kann.

Der Park ist in mehrere Bereiche aufgeteilt. Für jeden Teil gibt es eine gesonderte Eintrittsgebühr. Dies liegt vermutlich daran, dass der Park von regulären Straßen durchzogen ist. Also nicht überrascht sein, wenn man plötzlich an einem Checkpoint erneut bezahlen muss.

Am Eingang des Parks – dort hält auch der Bus, von/nach Sukhothai Stadt, gibt es diverse Fahrradverleihs. Soweit ich gesehen habe, sind die Preise überall gleich. Kleine Motorroller können Touristen ebenfalls ausleihen. Ich fand das Rad praktischer. Damit kommt man nämlich überall hin. Hinweis: Für Fahrräder gilt eine zusätzliche Eintrittsgebühr.

Sehr wichtig: ausreichend Wasser mitnehmen und viel Sonnencreme. Es ist richtig heiß in Sukhothai. Die Durchschnittstemperatur beträgt das ganze Jahr über 30 Grad Celsius. Schatten finden Reisende nur unter Bäumen oder hinter Ruinen. Es gibt einige Restaurants und Kiosks. Hier hilft Google Maps.

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