This is the wides part of Chinatown's narrow Fan Tan Alley.

Ein Tag in Victoria, B. C.

Die Hauptstadt von British Columbia ist die vermutlich britischste in ganz Kanada. Häuser im viktorianischen Stil, Gartenanlagen, Pubs und traditionelle Geschäfte, die original irische Schafswoll-Pullover verkaufen gibt es Downtown und in der Stadt verteilt. Mit China Town gibt‘s aber auch ein Stück Fernost am südlichen Zipfel von Vancouver Island.


Ich schreib’s gleich vorab: Ich habe bei Weitem nicht alles Sehenswerte in Victoria gesehen. Im Dezember war ich dort und hatte nach zweieinhalb Monaten in Südamerika das Bedürfnis, es etwas langsamer anzugehen. Deshalb hier nur meine fünf Highlights:

1. Lower Johnson Street

Kleine Läden und Boutiquen befinden sich in den denkmalgeschützten Häusern der Lower Johnson Street.
Kleine Läden und Restaurants befinden sich in den denkmalgeschützten Häusern der Lower Johnson Street.

Die bunten, denkmalgeschützten Gebäude in dieser Gegend sind sehr gut erhalten. Viele Einzelhändler haben sich hier angesiedelt, verkaufen Kleidung, Seifen und Co. Wer nicht findet nach was auch immer er sucht, der kann in den umliegenden Straßen weitershoppen.

2. Chinatown und die schmale Fan Tan Alley (siehe Titelbild)
Die älteste Chinatown Kanadas und die zweitälteste in Nordamerika (nur die in San Franzisco ist älter) hat ihre Anfänge Mitte des 19. Jahrhunderts. Wer selbstgemachte Dumplings oder anderes typisch chinesisches Essen mag, ist hier genau richtig. Ein Spaziergang durch die Fan Tan Alley sollte auf jeden Fall auf der To See-Liste stehen. Die sehr schmale Gasse mit kleinen Geschäften, Galerien und Restaurants eignet sich zudem prima als Foto-Spot.

3. Fisherman’s Wharf

Sehen sehr gemütlich aus, die bunten Hausboote in Fisherman's Wharf.
Sehen sehr gemütlich aus, die bunten Hausboote in Fisherman’s Wharf.

Hier bitte nicht an San Francisco denken. In Victoria reiht sich nicht ein Touri-Restaurant ans andere wie in der Kalifornischen Großstadt, sondern ein Hausboot ans nächste. In bunten Farben gestrichen und eins hübscher als das andere schwimmen sie auf dem Wasser. Hach! Im Dezember war hier nicht arg viel los. Die wenigen dort angesiedelten Geschäfte (unter anderem eine Töpferei) und Imbissbuden waren geschlossen. In der Hauptsaison im Sommer sieht das vermutlich anders aus.

4. Butchard Gardens

In der Weihnachtszeit sind die Butchard Gardens ein Lichtermeer.
In der Weihnachtszeit sind die Butchard Gardens ein Lichtermeer.

Gut 20 Kilometer nördlich von Victoria liegt Butchard Gardens. Im Sommer ist der private, rund 22 Hektar große Garten ein Blumenmeer – zumindest auf den Fotos auf der Website. Vor Weihnachten ist es besonders am späten Nachmittag und Abend proppenvoll. Dann schalten die Mitarbeiter nämlich tausende bunte Lichter an, die Pflanzen, verschlungene Wege und Bäume beleuchten. Das Thema 2019: „Twelve Days Of Christmas“, ein Weihnachtslied, das ursprünglich vermutlich aus Frankreich stammt. Ich hatte es noch nie zuvor gehört, es ist aber echt witzig. Daher hier ein Link zu Youtube. Im Garten jedenfalls waren alle zwölf Themen aufgebaut – und da das Lied in Kanada überaus bekannt ist, hörte man Besucher an jeder Station die entsprechenden Zeilen singen. So schön.

5. Mile 0

Ein Schild markiert Mile 0, den Beginn des Trans Canada Highways.
Ein Schild markiert Mile 0, den Beginn des Trans Canada Highways.

8.000 Kilometer ist der Trans-Canada Highway lang. Er führt von Victoria im Westen des Landes bis nach St. John‘s ganz im Osten durch alle zehn Provinzen Kanadas. Ein weißes Ahornblatt auf grünem Grund markiert den Highway. Mile 0 befindet sich im Süden Victorias fast direkt am Wasser und in der Nähe des Beacon Hill Park. Beides ist schön für einen Spaziergang – auch im Winter. Ein paar Blumen blühen an der Westküste nämlich trotz kälterer Temperaturen.

Nicht gemacht, aber im Vorbeigehen gesehen, dass es gut sein muss und für den nächsten Besuch vorgemerkt:

  • Geführte Walking-Touren durch Downtown.
  • Museumsbesuch – insbesondere das Royal B.C. Museum hat regelmäßig wechselnde Dauerausstellungen.
  • Mehr frisch zubereitete Dumplings essen.

Restaurant-Tipp
Bislang habe ich nicht viele Restaurants empfohlen. Dieses hier möchte ich Euch aber nicht vorenthalten:
Im „Nourish Kitchen & Café“  (225 Quebec Street) haben wir ein ganz hervorragendes Frühstück bekommen. Zudem gibt’s besondere Kaffee-, Kakao- und andere Getränkekreationen. Alles mit veganer Option. Superlecker.

Sonnenuntergang an der Küste vor Mile 0.
Sonnenuntergang an der Küste vor Mile 0.
Butchard Gardens - Millonen kleine Laserpunkte lassen diese Bäume wie einen grünen Sternenhimmel aussehen. Imposant.
Butchard Gardens – Millonen kleine Laserpunkte lassen diese Bäume wie einen grünen Sternenhimmel aussehen. Imposant.
Und weil's so schön war: nochmal Butchard Gardens.
Und weil’s so schön war: nochmal Butchard Gardens.

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