This photo was taken in Cuba six years ago. This is the country where I came closest to Central America.

Als Frau allein durch Südamerika

Das Auswärtige Amt warnt. „Total gefährlich“, sagen Freunde und der Berater im Outdoor-Laden. Wer könnte hier mehr wissen, als Menschen, die schon einmal vor Ort waren…


Wenn man durch die Länderinfos auf der Website des Auswärtigen Amts liest, wird einem angst und bange. Mir zumindest, als ich die Beschreibungen der Länder auf meiner To-Travel-Liste gelesen haben. Denn geht es nach dem Amt, sollte man viele Länder in Zentral- und Südamerika – insbesondere als allein reisende Frau – tunlichst meiden.

Bus X nur mit Vorsicht und Bus Y keinesfalls nehmen, keinen Schmuck, noch nicht mal Modeschmuck tragen, Überfälle auf Touristen seien an der Tagesordnung, Unruhen im Land, Drogenkartelle, Englisch spricht dort kaum jemand, Spanisch also ein Muss. Da habe ich nun all die schönen Bilder gesehen aus Mexiko, El Salvador und Kolumbien, möchte so gerne all das Schöne und noch viel mehr mit eigenen Augen sehen, die Leckereien vor Ort probieren, Südamerika erleben und spüren. Und das soll nun nicht möglich sein? Enttäuschung machte sich breit, als mir klar wurde, dass mein schöner Plan nicht ganz so aufgeht wie gedacht.

Wie das Lebens spielt – I
Aber einfach aufzugeben war noch nie mein Ding. Schließlich leben dort Menschen und ich bin bei weitem nicht die erste Backpackerin, die einen Fuß auf den südamerikanischen Kontinent setzt. Ich begann zu recherchieren in Reiseforen und auf Blogs. Christina Strasser beispielsweise berichtet auf ihrem Blog Christinas Reisen über all die Länder, die sie besucht hat. Die Österreicherin lebt und arbeitet als digitale Nomadin überall auf der Welt. Und – wie es das Leben so will – hielt sie wenige Tage später einen Vortrag in Frankfurt – Bericht aus Südamerika inklusive. Während des Vortrags landeten nicht nur einige ihrer bereisten Orte landeten auf meiner To-Travel-Liste. Es gab auch viel Gelegenheit, Fragen zu stellen. Ihr klarer Rat: Mit offenen Augen durch die Welt gehen, Wertsachen in der Unterkunft lassen, wachsam sein, auf das Bauchgefühl verlassen. Macht Sinn. In Frankfurt laufe ich schließlich auch nicht mit einem Bündel Geldscheine über die Straße…

Wie das Leben spielt – II
Als @lichterderwelt berichten die Fotografen Sina Blanke und Jan Glatte von ihren Reisen. Eigentlich folge ich ihnen wegen ihrer Fotografie-Tipps. Zum Zeitpunkt meiner Recherche waren die beiden jedoch gerade in Panama unterwegs. Wieder so ein Spiel des Lebens. Und die Freude war groß, als ich eine Antwort der beiden auf meine Anfrage bezüglich der Sicherheit vor Ort bekam. Sie hätten sich kein einziges Mal unsicher gefühlt, seien auch nachts mit der Kameraausrüstung herumgelaufen und die Menschen seien vielmehr neugierig auf sie zugekommen, um fotografiert zu werden. Eine schöne Vorstellung.

Wie das Leben spielt – III
Und dann waren da noch meine Freunde Chris und Leonie, die sich für ein paar Wochen in den Urlaub nach Guatemala verabschiedeten und mit wundervollen Erzählungen (und einem Tipp für eine Sprachschule) zurückkehrten. Auch wenn die Menschen vor Ort vielfach von Unsicherheit berichtet hätten und sie manchmal gar das Gefühl hatten, das man ihnen Angst machen wollte, haben sie sich nie unsicher gefühlt. Im Gegenteil: Sie lieben Guatemala, haben ihre Zeit dort sehr genossen.

Fazit:
Auf geht’s nach Lateinamerika. Das Bauchgefühl reist mit. Projekt Spanisch lernen via App ist gestartet.

Übrigens: Ja, das Foto zu diesem Beitrag ist schon einige Jahre alt. 😉 Sechs, um genau zu sein. Entstanden ist es auf Kuba – und das ist bisher das Land, in dem ich Zentralamerika am nächsten gekommen bin.

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