Crater Lake in Oregon, USA - the bluest of the blue lakes.

100 Tage unterwegs

Am 5. Juni, also vor genau 100 Tagen, bin ich in Frankfurt rucksackbepackt und bewanderschuht in den Flieger gen Westen gestiegen. Seitdem habe ich eine unglaublich schöne Zeit in Nordamerika verbringen dürfen, viele wundervolle Menschen kennengelernt und beeindruckte Orte gesehen. Zeit für eine Zwischenbilanz (mit Video).

„Ist alles so, wie Du es Dir vorgestellt hast?“ Eine Frage, die mir einige Freunde und Verwandte in den vergangenen Wochen gestellt haben. Meine Antwort: Nein, ist es nicht. Es schwierig, sich etwas vorzustellen, was man noch nie gemacht hat. Aber ich hatte mir einige Dinge vorgenommen. Hier also erstmal, was ich (noch) nicht geschafft habe. Ich stelle fest, es sind nur drei aus einer Liste von 14, aber immerhin drei wichtige:

    • Ich habe bei Weitem nicht so viel Spanisch gelernt, wie ich wollte.
    • In drei Monaten haben ich genau 54 Seiten eines Buches gelesen – das ist Negativrekord seit ich lesen kann.
    • Mein Blog liegt im Halbschlaf.

Nun, Ihr merkt es schon: Ich sitze heute im Flugzeug nach Mexiko City, im aktuellsten Blog-Text schreibe ich über meine Zeit in Alberta, Fotos auf Instagram gibt’s bisher nur von Vancouver Island. Immerhin: Die Stories auf Instagram und Facebook sind aktuell. Weil aber nicht alle dort aktiv sind, häufen sich die Fragen von Freunden, wo ich denn eigentlich gerade bin. Da ich seit Kurzem kein Wwoofer mehr bin, verfüge ich wieder über meine Zeit und habe die vergangenen Wochen genutzt, um hier ein wenig aufzuräumen:

Auf der Startseite gibt’s ab sofort eine Info darüber, in welchem Land ich gerade reise.

  • Über mein Profil auf Find Penguins könnt Ihr meine Reiseroute verfolgen.
  • Via RSS-Feed erhaltet Ihr direkt per E-Mail eine Info darüber, wenn hier ein neuer Beitrag erscheint. Hier könnt Ihr Eure Mailadresse eintragen.

Was gerade passiert:
Heute steige ich in den Flieger nach Mexiko City, um zwei liebe Freunde zu besuchen. Ich bin aber nicht nur deshalb wahnsinnig aufgeregt: Ich habe eine Fototour mit einem Fotografen gebucht, dessen Fotos unter anderem in der New York Times, dem Guardian und im Stern erschienen sind. Woooho! Ab sofort also aktuellere Infos auf allen Kanälen – und alles, was ich in Kanada und den USA erlebt habe, streue ich zwischendurch ein.

Und was ist nun die 100-Tage-Zwischenbilanz?

Ich habe meine Entscheidung meinen Traum zu leben bislang keine Sekunde bereut. Ich habe viele unglaublich spannende, freundliche, großzügige und hilfsbereite Menschen kennengelernt. Manche waren nur Wegbegleiter, andere sind zu Freunden und wieder andere zu Mitgliedern meiner Wahl-Familie geworden. Ich habe einmal mehr erlebt, dass man anzieht, was man ausstrahlt. Ich habe Menschen kennengelernt, die so sehr auf meiner Frequenz schwingen und mich so sehr inspiriert haben, dass es schon fast unheimlich ist – Danke, Nadine (Berichte über diese außergewöhnliche Frau, ihre Familie und wie sie mich beeindruckt hat, folgen). Ich habe jemanden kennengelernt, der mir gezeigt hat, dass ich keine Angst haben muss, alle Mauern fallen zu lassen – danke Dug, dass Du in meinem Leben bist. Und ich habe einmal mehr gelernt, dass Familie nicht Blutsverwandtschaft bedeuten muss – Linna, ich hab Dich lieb und bin so stolz auf Dich, kleine Schwester.

Ich habe faszinierende Städte gesehen, tiefblaue Seen, rote Hügel und weiße Sandstrände, habe Berge erklommen, bin durch Wälder gewandert und in Flüssen geschwommen. Und nicht zuletzt habe ich so viel über Gemüseanbau und Hühnerhaltung gelernt, dass ich selbst gern einen kleinen Garten hätte.

Und nun endlich die Zwischenbilanz?

Nein, es ist nicht so, wie ich es mir vorgestellt habe. Vielleicht, weil ich in vielerlei Hinsicht keine konkrete Vorstellung hatte. Vor allem aber, weil ich viel mehr bekommen habe, als ich mir je hätte vorstellen können. Danke, Universum.

Hier eine kleine Zusammenfassung in Bildern.

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